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R 8 - Birkfeld - Ratten bzw. Birkfeld - St. Kathrein/Hauenstein
Der Feistritztaler Radwanderweg
Nach Stilllegung des Teilstückes Birkfeld-Ratten der Feistritztalbahn wurde zwischen 1984 und 1986 auf der ehemaligen Bahntrasse der Feistritztaler Radwanderweg errichtet.
Dieser weist daher nur eine durchschnittliche Steigung von ca. 1 Promille auf. Der fast 19 km lange Radweg stellt ein bemerkenswertes Element im Erholungsangebot des „Oberen Feistritztales" dar. Er beginnt unmittelbar beim Bahnhof Birkfeld und führt - bis auf zwei Querungen - völlig verkehrsfrei bis zur Ortseinfahrt Ratten und St.Kathrein/H. Er verläuft größtenteils durch Wälder, vorbei an zwei Flusskraftwerken mit den dazugehörigen Stauseen.
Entlang des Radwanderweges sind zahlreiche Rastbänke aufgestellt und in den am Weg gelegenen Gasthäusern hat man sich besonders auf die Labung der Radwanderer eingestellt. Im Winter wird bei geeigneter Schneelage auf dem Weg eine Schi-Langlaufloipe gespurt und dadurch das Erholungsangebot der Region ergänzt.
Die Eisenbahn
Nach der Eröffnung der Bahnlinie Gleisdorf-Weiz im Jahre 1889 wurde im Juli 1909 nach längeren Verhandlungen mit dem Bau der Bahnlinie Weiz-Birkfeld begonnen und am 14. Dezember 1911 die Strecke Weiz-Birkfeld feierlich eröffnet. Durch den Erz- und Kohleabbau in Ratten und Rettenegg wurden entsprechende Verkehrswege für den Abtransport nötig, daher wurde der Bahnausbau bis Ratten überlegt. Im Frühjahr 1917 begannen die Bauarbeiten. Bereits am 7. November 1921 konnte die Strecke von Birkfeld nach Ratten vom ersten Zug befahren werden. Bei Streckenkilometer 4,6, beim vlg. Palmer wurde die Haltestelle „Waisenegg" genehmigt und ein Haltestellenhütterl gebaut. Bei Streckenkilometer 7,6, heute Malerbetrieb Friesenbichler wurde der Bahnhof „Strallegg" errichtet. Am 30. Mai 1930 wurde die Strecke Birkfeld - Ratten im Beisein des Herrn Bundespräsidenten Wilhelm Miklas eröffnet. Erstmals verkehrten Personen- und Güterzüge durchgehend von Weiz bis Ratten, ohne dass die Fracht in Birkfeld umgeladen werden musste. Ein Weiterbau bis Rettenegg wurde nicht mehr weiter verfolgt.
Bedingt durch die Motorisierung gingen die Beförderungsaufträge per Bahn kontinuierlich zurück. Durch die Schließung des Kohlebergbaues in Ratten im Jahre 1961 verlor die Bahn einen ihrer Hauptkunden. Immerhin hatte die Kohlenbeförderung rund ein Drittel der jährlichen Gesamtfracht der Feistritztalbahn ausgemacht.
Mit 28. Feber 1971 wurde der Personenverkehr und am 30. Juni 1980 schließlich auch der Güterverkehr auf der Strecke Birkfeld - Ratten eingestellt.
Im Jahre 1981 begann man die Gleisanlagen abzutragen. In der Folge wurde die Trasse an die angrenzenden Gemeinden verkauft und von diesen darauf ein Radwanderweg errichtet.
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